Vorfälligkeitsentschädigung:was die Bank beim Hausverkauf verlangen darf.
Sie verkaufen Ihr Haus, aber der Kredit läuft noch? Dann darf die Bank in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen (§ 490 Abs. 2 Satz 3 BGB). Hier erfahren Sie, wie sie berechnet wird, wann sie ganz entfällt und welche 6 legalen Wege es gibt, sie zu senken.
Christoph Kaesler, Gründer Immowas
Aktualisiert: 03.07.2026 · Lesezeit 10 Minuten
Rechtsgrundlage
§ 490 Abs. 2 BGB
Ohne Entschädigung kündbar
nach 10 Jahren
Legale Wege, sie zu senken
6
Auf dieser Seite
- 01Was ist die Vorfälligkeitsentschädigung?
- 02Wann darf die Bank sie verlangen?
- 03Vorfälligkeitsentschädigung berechnen
- 04Vereinfachtes Rechenbeispiel
- 05Wann fällt keine Entschädigung an?
- 066 Wege, sie zu vermeiden oder zu senken
- 07Das 10-Jahres-Kündigungsrecht im Detail
- 08Abrechnung der Bank prüfen lassen
- 09Vorfälligkeitsentschädigung und Steuern
- 10Häufige Fragen
Was ist die Vorfälligkeitsentschädigung?
Die Vorfälligkeitsentschädigung ist der Ausgleich, den die Bank verlangen darf, wenn Sie Ihr Immobiliendarlehen vor Ablauf der Zinsbindung zurückzahlen. Der Hintergrund: Die Bank hat mit Ihren Zinszahlungen über die gesamte Zinsbindung kalkuliert. Zahlen Sie früher zurück, entgeht ihr dieser Zinsertrag. Diesen Zinsschaden darf sie sich in der Regel ersetzen lassen (§ 490 Abs. 2 Satz 3 BGB).
Beim Hausverkauf ist das der häufigste Fall: Sie verkaufen, der Käufer zahlt den Kaufpreis, und Sie müssen den laufenden Kredit ablösen, damit die Grundschuld gelöscht oder abgetreten werden kann. Für viele Verkäufer ist die Vorfälligkeitsentschädigung damit einer der größten Kostenblöcke, oft größer als Notar- und Grundbuchkosten zusammen. Was auf der Käuferseite anfällt, können Sie mit unserem Notarkosten-Rechner überschlagen.
Wann darf die Bank sie verlangen? § 490 Abs. 2 BGB
Während der Zinsbindung können Sie ein grundpfandrechtlich gesichertes Darlehen nicht einfach ordentlich kündigen. Das Gesetz gibt Ihnen aber ein außerordentliches Kündigungsrecht, wenn Sie ein berechtigtes Interesse haben (§ 490 Abs. 2 BGB). Der Verkauf der beliehenen Immobilie ist der klassische Fall eines solchen berechtigten Interesses.
Dieses Kündigungsrecht besteht frühestens 6 Monate nach vollständigem Empfang des Darlehens. Die Kehrseite: Kündigen Sie auf diesem Weg, darf die Bank für den Schaden, der ihr aus der vorzeitigen Kündigung entsteht, eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen (§ 490 Abs. 2 Satz 3 BGB).
Für Immobiliar-Verbraucherdarlehen regelt zusätzlich § 502 BGB den Anspruch der Bank bei vorzeitiger Rückzahlung. Wichtig für Sie: Derselbe Paragraf enthält auch einen Ausschluss. Sind im Vertrag die Angaben über die Laufzeit, das Kündigungsrecht oder die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung unzureichend, darf die Bank keine Entschädigung verlangen (§ 502 Abs. 2 Nr. 2 BGB). Dazu unten mehr.
Vorfälligkeitsentschädigung berechnen: die Aktiv-Passiv-Methode
In der Praxis berechnen Banken die Vorfälligkeitsentschädigung überwiegend nach der Aktiv-Passiv-Methode. Der Bundesgerichtshof hat dieses Verfahren gebilligt (u. a. BGH, Urteil vom 7.11.2000, Az. XI ZR 27/00). Die Logik in drei Schritten:
- 1
Die Bank vergleicht Ihren Vertragszins mit der Rendite, die sie bei einer Wiederanlage des zurückgezahlten Betrags in Hypothekenpfandbriefen gleicher Laufzeit erzielen würde. Die Differenz ist ihr Zinsschaden.
- 2
Von diesem Schaden zieht sie ab, was sie durch die vorzeitige Rückzahlung spart: das Risiko Ihres Kreditausfalls und die laufenden Verwaltungskosten.
- 3
Das Ergebnis wird auf den Rückzahlungszeitpunkt abgezinst, weil die Bank das Geld sofort statt über Jahre verteilt erhält.
Wie hoch die Entschädigung am Ende ausfällt, hängt von vier Faktoren ab. Eine pauschale Prozentangabe gibt es nicht:
| Faktor | Wirkung auf die Entschädigung |
|---|---|
| Restschuld | Je höher die noch offene Darlehenssumme, desto höher die mögliche Entschädigung. |
| Restlaufzeit der Zinsbindung | Je länger die Bank noch mit Ihren Zinszahlungen rechnen durfte, desto größer der mögliche Zinsschaden. In der Praxis ist die Restlaufzeit der Zinsbindung der relevante Faktor, nicht die 6-Monats-Frist aus § 490 Abs. 2 BGB. |
| Vertragszins | Je höher Ihr vereinbarter Zinssatz im Vergleich zur Wiederanlage, desto höher der Schaden der Bank. |
| Aktuelles Zinsniveau | Liegt es über Ihrem Vertragszins, kann die Entschädigung gering ausfallen oder ganz entfallen. |
Vereinfachtes Rechenbeispiel
Damit Sie eine Größenordnung im Kopf haben, ein bewusst vereinfachtes Beispiel. Es ersetzt keine echte Berechnung, die macht Ihre Bank, und die sollten Sie unabhängig prüfen lassen:
| Posten | Wert |
|---|---|
| Restschuld | 200.000 € |
| Restlaufzeit der Zinsbindung | 5 Jahre |
| Zinsdifferenz (Vertragszins zu Wiederanlage) | 1,5 Prozentpunkte |
| Grober Zinsschaden vor Abzinsung und Abschlägen | ca. 15.000 € |
Die Rechnung dahinter: 200.000 € × 1,5 % × 5 Jahre = 15.000 €. In der echten Berechnung kommen die Abzinsung auf den Rückzahlungszeitpunkt, die sinkende Restschuld durch laufende Tilgung sowie Abschläge für ersparte Risiko- und Verwaltungskosten hinzu. Der tatsächliche Betrag kann daher deutlich abweichen.
Merke: Die Zinsdifferenz ist der Hebel. Liegt das Zinsniveau bei der Rückzahlung über Ihrem Vertragszins, entsteht der Bank kein Zinsschaden, und die Entschädigung kann gering ausfallen oder ganz entfallen.
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Wann fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an?
Die Entschädigung ist kein Automatismus. In drei typischen Konstellationen geht die Bank leer aus:
Nach 10 Jahren Zinsbindung
Kündigen Sie nach § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB ordentlich, also 10 Jahre nach vollständigem Empfang des Darlehens mit 6 Monaten Frist, darf die Bank keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen.
Bei unzureichenden Vertragsangaben
Sind bei einem Immobiliar-Verbraucherdarlehen die Angaben zu Laufzeit, Kündigungsrecht oder Berechnung der Entschädigung im Vertrag unzureichend, ist der Anspruch nach § 502 Abs. 2 Nr. 2 BGB ausgeschlossen.
Ohne Zinsschaden der Bank
Liegt das Zinsniveau bei der Rückzahlung über Ihrem Vertragszins, kann die Bank das Geld besser wiederanlegen als in Ihrem Vertrag. Dann entsteht ihr kein Schaden, und die Entschädigung kann gering ausfallen oder ganz entfallen.
6 legale Wege, die Entschädigung zu vermeiden oder zu senken
Bevor Sie die Abrechnung der Bank einfach akzeptieren, prüfen Sie diese sechs Hebel. Nicht jeder passt auf jede Situation, aber oft greift mindestens einer:
10-Jahres-Kündigungsrecht nutzen
Nach § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB können Sie das Darlehen 10 Jahre nach vollständigem Empfang mit einer Frist von 6 Monaten ordentlich kündigen. Dann darf die Bank keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen.
Objekttausch / Pfandtausch
Sie bieten der Bank eine gleichwertige andere Immobilie als Sicherheit an, etwa Ihr neues Zuhause. Bei gleichwertiger Sicherheit muss die Bank dem in der Regel zustimmen. Das Darlehen läuft weiter, es fällt keine Entschädigung an.
Darlehensübernahme durch den Käufer
Der Käufer übernimmt Ihr Darlehen zu den bestehenden Konditionen. Das funktioniert nur mit Zustimmung der Bank, die dafür die Bonität des Käufers prüft. Interessant vor allem, wenn Ihr Vertragszins unter dem aktuellen Marktzins liegt.
Sondertilgungsrechte ausschöpfen
Nutzen Sie vor der Rückzahlung alle vertraglich vereinbarten Sondertilgungen. Sie mindern die Restschuld, die die Bank in die Vorfälligkeitsentschädigung einrechnen darf, und senken so die Entschädigung direkt.
Vertragsangaben prüfen lassen
Sind bei einem Immobiliar-Verbraucherdarlehen die Angaben zu Laufzeit, Kündigungsrecht oder Berechnung der Entschädigung im Vertrag unzureichend, darf die Bank nach § 502 Abs. 2 Nr. 2 BGB keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Diese Prüfung lohnt sich, etwa durch einen Anwalt oder die Verbraucherzentrale.
Abrechnung der Bank prüfen lassen
Lassen Sie die Berechnung der Bank immer unabhängig kontrollieren. Die Aktiv-Passiv-Methode hat mehrere Stellschrauben, bei denen Fehler zu Ihren Lasten möglich sind, etwa vergessene Sondertilgungsrechte oder zu geringe Abschläge.
Übrigens: Wer ohne Makler verkauft, spart an anderer Stelle oft mehr, als die Vorfälligkeitsentschädigung kostet. Was ein Makler beim Hausverkauf nimmt, lesen Sie im Ratgeber Maklerprovision 2026.
Das 10-Jahres-Kündigungsrecht im Detail
§ 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB ist der stärkste Hebel gegen die Vorfälligkeitsentschädigung. Er gibt Ihnen ein ordentliches Kündigungsrecht, das die Bank nicht ausschließen kann: 10 Jahre nach dem vollständigen Empfang des Darlehens können Sie mit einer Frist von 6 Monaten kündigen, ganz ohne Entschädigung.
Zwei Punkte werden dabei oft übersehen. Erstens: Die Frist läuft ab dem vollständigen Empfang des Darlehens, also ab der letzten Auszahlung, nicht ab Vertragsunterschrift. Zweitens: Haben Sie nach der Auszahlung eine neue Vereinbarung über die Konditionen getroffen, etwa eine Prolongation der Zinsbindung, beginnt die 10-Jahresfrist neu ab dem Zeitpunkt dieser Vereinbarung.
Für den Hausverkauf heißt das: Läuft Ihr Darlehen schon länger als 10 Jahre seit vollständiger Auszahlung, kann es sich lohnen, den Verkaufszeitpunkt so zu legen, dass die 6-monatige Kündigungsfrist bis zur Kaufpreiszahlung abgelaufen ist. Dann sparen Sie die komplette Entschädigung, ohne auf einen Sonderweg angewiesen zu sein.
Abrechnung der Bank prüfen lassen
Die Aktiv-Passiv-Methode hat mehrere Stellschrauben, und nicht jede Abrechnung ist fehlerfrei. Bevor Sie zahlen, lohnt eine unabhängige Kontrolle, etwa durch einen Anwalt oder die Verbraucherzentrale. Diese Punkte gehören auf die Checkliste:
Wurden alle vertraglich vereinbarten Sondertilgungsrechte schuldmindernd berücksichtigt?
Wurde eine mögliche Tilgungssatzänderung zugunsten des Kunden eingerechnet?
Wurden ersparte Risiko- und Verwaltungskosten abgezogen?
Wurde der Betrag auf den Rückzahlungszeitpunkt abgezinst?
Sind die Vertragsangaben zu Laufzeit, Kündigungsrecht und Berechnung vollständig (§ 502 Abs. 2 Nr. 2 BGB)?
Besonders der letzte Punkt hat es in sich: Sind die Vertragsangaben unzureichend, entfällt der Anspruch der Bank auf die Entschädigung nach § 502 Abs. 2 Nr. 2 BGB komplett. Ob Ihr Vertrag betroffen ist, kann nur eine Prüfung im Einzelfall klären, aber bei fünfstelligen Beträgen ist diese Prüfung gut investiert.
Vorfälligkeitsentschädigung und Steuern
Die Vorfälligkeitsentschädigung ist nicht der einzige Kostenpunkt, den Sie beim Verkauf mit laufendem Kredit im Blick haben sollten. Verkaufen Sie innerhalb der 10-Jahresfrist des § 23 EStG und ohne durchgehende Eigennutzung, kann zusätzlich Spekulationssteuer anfallen. Ob das bei Ihnen der Fall ist, können Sie mit dem Spekulationssteuer-Rechner überschlagen.
In dieser Konstellation gibt es einen möglichen Lichtblick: Beim steuerpflichtigen Verkauf innerhalb der 10-Jahresfrist des § 23 EStG kann die Vorfälligkeitsentschädigung je nach Konstellation als Werbungskosten berücksichtigt werden. Das ist eine Einzelfallfrage, die Sie mit einem Steuerberater klären sollten.
Einen Überblick über alle steuerlichen Fragen beim Immobilienverkauf, von der Spekulationsfrist bis zur Eigennutzungsausnahme, finden Sie im Ratgeber Haus verkaufen und Steuern.
Häufige Fragen
Was Verkäufer zur
Vorfälligkeitsentschädigung fragen.
Wie hoch ist die Vorfälligkeitsentschädigung beim Hausverkauf?
Es gibt keine pauschale Höhe. Die Vorfälligkeitsentschädigung hängt von der Restschuld, der Restlaufzeit der Zinsbindung, Ihrem Vertragszins und dem aktuellen Zinsniveau ab. Banken berechnen sie in der Praxis überwiegend nach der Aktiv-Passiv-Methode, die der BGH gebilligt hat (u. a. Urteil vom 7.11.2000, Az. XI ZR 27/00). Lassen Sie die Abrechnung immer unabhängig prüfen.
Kann ich die Vorfälligkeitsentschädigung umgehen?
In bestimmten Konstellationen ja. Nach 10 Jahren ab vollständiger Auszahlung können Sie nach § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB mit 6 Monaten Frist ohne Vorfälligkeitsentschädigung kündigen. Weitere Wege: Objekttausch mit gleichwertiger Ersatzsicherheit, Darlehensübernahme durch den Käufer mit Zustimmung der Bank oder ein Ausschluss wegen unzureichender Vertragsangaben nach § 502 Abs. 2 Nr. 2 BGB.
Wann darf die Bank keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen?
Typischerweise in drei Fällen: wenn Sie nach § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB ordentlich nach 10 Jahren kündigen, wenn bei einem Immobiliar-Verbraucherdarlehen die Vertragsangaben zu Laufzeit, Kündigungsrecht oder Berechnung der Entschädigung unzureichend sind (§ 502 Abs. 2 Nr. 2 BGB) und wenn der Bank kein Zinsschaden entsteht, etwa weil das Zinsniveau bei Rückzahlung über Ihrem Vertragszins liegt.
Was ist die Aktiv-Passiv-Methode?
Ein Berechnungsverfahren, das der BGH gebilligt hat (u. a. Urteil vom 7.11.2000, Az. XI ZR 27/00). Die Bank vergleicht Ihren Vertragszins mit der Rendite einer Wiederanlage in Hypothekenpfandbriefen gleicher Laufzeit, zieht ersparte Risiko- und Verwaltungskosten ab und zinst das Ergebnis auf den Rückzahlungszeitpunkt ab.
Beginnt die 10-Jahresfrist bei einer Prolongation neu?
Ja. Wenn Sie nach der vollständigen Auszahlung eine neue Vereinbarung über die Konditionen treffen, etwa eine Anschlusszinsbindung, beginnt die 10-Jahresfrist des § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB neu ab dem Zeitpunkt dieser Vereinbarung.
Kann der Käufer meinen Kredit übernehmen?
Das ist möglich, aber nur mit Zustimmung der Bank. Sie prüft dafür die Bonität des Käufers. Stimmt sie zu, läuft das Darlehen zu den bisherigen Konditionen weiter und eine Vorfälligkeitsentschädigung kann entfallen. Einen Anspruch auf Zustimmung haben Sie in dieser Konstellation nicht.
Ist die Vorfälligkeitsentschädigung steuerlich absetzbar?
Beim steuerpflichtigen Verkauf innerhalb der 10-Jahresfrist des § 23 EStG kann die Vorfälligkeitsentschädigung je nach Konstellation als Werbungskosten berücksichtigt werden. Das ist eine Einzelfallfrage, die Sie mit einem Steuerberater klären sollten.
Rechtsgrundlagen
- § 490 Abs. 2 BGB
Außerordentliches Kündigungsrecht des Darlehensnehmers bei berechtigtem Interesse, etwa beim Verkauf der beliehenen Immobilie. Frühestens 6 Monate nach vollständigem Empfang. Die Bank darf für ihren Zinsschaden eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen (§ 490 Abs. 2 Satz 3 BGB).
- § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB
Ordentliches Kündigungsrecht 10 Jahre nach vollständigem Empfang mit 6 Monaten Kündigungsfrist, ohne Vorfälligkeitsentschädigung. Bei späterer Neuvereinbarung der Konditionen beginnt die Frist neu ab der Vereinbarung.
- § 502 BGB
Anspruch der Bank auf Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Rückzahlung eines Immobiliar-Verbraucherdarlehens. Ausschluss nach § 502 Abs. 2 Nr. 2 BGB, wenn die Vertragsangaben zu Laufzeit, Kündigungsrecht oder Berechnung unzureichend sind.
BGH, Urteil vom 7.11.2000, Az. XI ZR 27/00
Der Bundesgerichtshof billigt die Aktiv-Passiv-Methode: Vergleich des Vertragszinses mit einer Wiederanlage in Hypothekenpfandbriefen gleicher Laufzeit, abzüglich ersparter Risiko- und Verwaltungskosten, abgezinst auf den Rückzahlungszeitpunkt.
- § 23 EStG
Regelt die Besteuerung privater Veräußerungsgeschäfte, unter anderem die 10-Jahresfrist beim Immobilienverkauf. Relevanz für die steuerliche Behandlung der Vorfälligkeitsentschädigung im Einzelfall.
Hinweis: Dieser Artikel ist eine redaktionelle Übersicht und ersetzt keine Rechts- oder Finanzberatung. Ob und in welcher Höhe eine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt, hängt von Ihrem konkreten Vertrag ab. Lassen Sie die Abrechnung Ihrer Bank vor der Zahlung individuell prüfen, etwa durch einen Anwalt, einen Steuerberater oder die Verbraucherzentrale.
Geprüft am 03.07.2026 · Nächste Prüfung: 03.10.2026

Geschrieben von
Christoph Kaesler, Gründer Immowas
Christoph hat Immobilien-Transaktionen in Deutschland und Österreich begleitet und Immowas gegründet, weil er gesehen hat, wie viel Provision Privatverkäufer unnötig zahlen. Mehr über uns · LinkedIn
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